DIE GRUNDSTEUERREFORM 2022

Mit Urteil vom 10.04.2018 hat das Bundesverfassungsgericht die für die Grundsteuer geltende Einheitsbewertung für verfassungswidrig befunden, da sie in Westdeutschland auf Werten aus dem Jahr 1964 bzw. in Ostdeutschland auf Werten von 1935 basiert. Mit dem Ende 2019 verabschiedeten Grundsteuerreformgesetz fordert der Gesetzgeber nun eine Neufestsetzung sämtlicher Grundsteuerwerte, was in Deutschland eine Neubewertung von

rund 35 Millionen Grundstücken erfordert.


Zur Berechnung der neuen Grundsteuerwerte fordert der Gesetzgeber ab 2022 alle Grundstückseigentümer zur Abgabe von Grundsteuerwerterklärungen auf, welche unter anderem auf Angaben zum Bodenrichtwert, der Fläche des Grundstücks und der Immobilie, der Nettokaltmiete und dem Alter des Hauses basieren (Bundesmodell).

 

Die Grundsteuerwerte sind künftig alle 7 Jahre neu zu erklären. Der nächste Bewertungsstichtag ist damit der 01.01.2029. Für die Umsetzung der Neubewertung durch alle Länder gilt eine Frist bis Ende 2024. Die Grundsteuer in der neu ermittelten Höhe ist erstmals für das Jahr 2025 zu zahlen.

  

Die dreistufige Erhebung der Grundsteuer bleibt bei allen Grundsteuermodellen erhalten, womit sich die Grundsteuer auch künftig in folgenden drei Schritten berechnet: Wert x Steuermesszahl x Hebesatz


WO GILT WELCHES GRUNDSTEUERMODELL?

Den Bundesländern stand es frei, von der im Grundgesetz verankerten Öffnungsklausel Gebrauch zu machen und ein eigenes Gesetz zur Regelung der Grundsteuer zu verabschieden oder dem Bundesmodell zu folgen.

Hamburg

Grundlage: Wohnlagenmodell

Voraussetzung: Grundstücksfläche, genutzte Fläche, Wohnlage

Besonderheit: Modell wurde aufgrund sprunghaft steigender Bodenwerte gewählt

Niedersachsen

Grundlage: Flächenmodell mit Lage-Komponente

Voraussetzung: Fläche, Lage

Besonderheit: Lagebewertung ("durchschnittlich", besser", "schlechter") durch die Kommune

Hessen

Grundlage: Flächen-Lage-Modell

Voraussetzung: Grundstücksfläche, Gebäudefläche, Lagefaktor

Baden-Württemberg

Grundlage: Modifiziertes Bodenwertmodell

Voraussetzung: Grundstücksfläche, Bodenrichtwert

Bayern

Grundlage: Reines Flächenmodell

Voraussetzung: Grundstücks- und Gebäudefläche

Besonderheit: Gesetzgebungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen

Sachsen

Grundlage: Grundsteuer Reformgesetz

Besonderheit: Unterscheidung zwischen Nutzungsarten "Gewerbe", "Wohnen", "unbebaut"

Bundesmodell - Wertemodell

Grundlage: Ertragswertverfahren

Voraussetzung: Bodenrichtwert, Grundstücksfläche, Immobilienfläche,  Nettokaltmiete, Alter des Hauses ein

Besonderheit: Höhe der Grundsteuer ist abhängig vom Wert der Liegenschaft



KIPS UNTERSTÜTZ PROFESSIONELL DIE BEHÖRDLICHEN ANFORDERUNGEN ZU MEISTERN

"Die KIPS GmbH hat uns bereits professionell und zuverlässig durch mehrere Projekte begleitet. Wir sind froh, dass uns KIPS auch bei der Datenaufbereitung für die Grundsteuerreform unterstützt, um für unsere Kirchengemeinden eine vollständige und fristgerechte Einreichung der Grundsteuererklärungen beim Finanzamt zu gewährleisten."

 

Christiane Schmitz, Bistum Aachen

Leiterin des Fachbereichs Liegenschaften Kirchengemeinden


KIPS unterstützt Sie dabei, die erforderlichen Daten zu identifizieren und mit Ihnen und den zuständigen Finanzämtern einen Fahrplan zu entwickeln, damit alle Steuerbescheide fristgerecht und in vollständiger Form eingereicht werden können. Durch softwaregestützte Prozesse entlasten Sie Ihre Mitarbeiter und haben immer einen kompetenten Partner an Ihrer Seite. 

Manuela Grasser

Consultant Immobilienmanagement

Kauffrau für Grundstücks- und Wohnungswirtschaft

Bachelor of Business Administration (BBA)

 

 

T: 0951 700289-19

M: manuela.grasser(at)js-kips.de

"Lassen Sie uns in einem persönlichen Gespräch über Ihre individuellen Fragestellungen sprechen. Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf, ich helfe Ihnen bei all Ihren Themen rund um die Grundsteuerreform 2022."

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